26. Mai 2020

Gesundheitsfragen bei der Berufsunfähigkeitsversicherung

Ein großes Problem stellen immer wieder die Gesundheitsfragen bei der Berufsunfähigkeitsversicherung dar. Deswegen haben wir Ihnen hier das Wichtigste zusammengestellt:

  1.  alles ehrlich beantworten – denn falls du in den ersten 5 Jahren nach Vertragsabschluss berufsunfähig wirst, prüfen die Versicherungen immer auf vorvertragliche Anzeigepflichtverletzung. Falls die nicht angegebenen Gesundheitsproblematiken so schwerwiegend sind, dass dir arglistige Täuschung vorgeworfen wird, kann die Versicherung sogar noch bis zu 10 Jahre nach Abschluss die Leistung verweigern und vom Vertrag zurücktreten.                       
  2. Kopien von den Patientenunterlagen von allen Ärzten holen, immer nur die Zeiträume angeben, die die Versicherungen nachfragen. Du hast ein Recht darauf. Hier findest du die Rechtsgrundlage der Arzt darf bis zu 50 Cent pro Seite Kopierkosten verlangen, oder auch hier genauer erklärt für den Arzt  falls er es bis dahin noch nicht verstanden hat.                                                                                                                                                                                                                         
  3. Falls du in den Unterlagen Diagnosen oder Untersuchungen findest, von denen du nichts weißt – sprich mit deinem Arzt . Hole es dir schriftlich, dass das eventuell nur eine Verdachtsprognose war, und sich nicht bewahrheitet hat oder hol dir eine Zweitmeinung – ein neuer Arzt kann die Diagnose neu stellen oder eben auch nicht! Prüfe das besser, bevor du eine Versicherung abschließt, denn wenn es zum Leistungsfall kommt, lässt sich das oft nicht mehr klären.                                                                                                                               
  4. Falls du Probleme hast, bei Ärzten deine Unterlagen zu bekommen, weil du zum Beispiel mehrmals umgezogen bist, dann hilft dir die Krankenkasse, hier meist nur für die letzten 18 Monate, oder die Kassenärztlichen Vereinigungen, hier ein Beispiel für die Hamburger Kassenärztliche Vereinigung .                                                                                                                                                
  5. Keine pauschale Schweigepflichtentbindung geben, denn wenn die Versicherung einen Arzt anfragt, kannst du das auch selbst erledigen – und weißt dann genau, was der Arzt weitergibt.
  6. Falls eine Gesundheitsfrage mit ja beantwortet wird, immer eine anonyme Voranfrage machen. Diese darf nicht gespeichert werden und muss bei späteren Anträgen nicht angegeben werden

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